Biodiversität

Zum Begriff "Biodiversität"

Laut UN-Biodiversitätskonvention (Convention on Biological Diversity, CBD) umfasst der Begriff biologische Vielfalt (kurz Biodiversität) die gesamte Vielfalt des Lebendigen, von der Ebene der Gene, über die Ebene der Arten bis zu der Ebene der Ökosysteme.

Biodiversität im Wald kann zusätzlich unterschieden werden in: natürliche und vom Menschen geformte Biodiversität (z. B. durch verschiedene Waldnutzungsformen).

Um die Vielfalt von Wäldern auf den verschiedenen Ebenen erfassen und beschreiben zu können, gibt es unterschiedliche Herangehensweisen:

  • Vielfalt der Ökosysteme ⇔ Lebensräume und Lebensgemeinschaften (Biotope) werden, z. B. an Hand verschiedener Baumarten (bspw. Buchenwald vs. Fichtenwald) oder ökologischer Zustände (bspw. trockener vs. feuchten Standort), voneinander abgegrenzt und somit in Biotoptypen eingeordnet.
     
  • Vielfalt der Arten ⇔ Die Arten des Ökosystems Wald (z. B. Hirschkäfer, Birke, Steinpilz, Buntspecht) werden beschrieben und die relative Zahl erfasst; hierbei kann die Anzahl der Arten von kleinen Lebensräumen innerhalb des Systems (Biotopen) sowie die des gesamten Systems untersucht und verglichen werden.
     
  • Vielfalt der Gene ⇔ Untersuchung der z. B. in Waldbäumen gespeicherten genetischen Informationen sowie Betrachtung der genetischen Variation innerhalb einer Baumart. Genetische Variation innerhalb von Arten ist wichtig, damit sich die Arten an sich verändernde Umweltbedingungen anpassen können.

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.